Aktuell
Stellungnahme des AGV Banken zu den Forderungen des Bankpersonalverbandes
Der Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz nimmt zu den an der Medienkonferenz des Bankpersonalverbandes vom 17.1.2012 präsentierten Forderungen wie folgt Stellung.
Die
Banken kennen, wie alle im globalen Wettbewerb stehenden Unternehmen, Leistungsziele, die auch zu einer
gesunden internen Konkurrenz führen. Von einer Ellbogenmentalität kann hingegen keine Rede sein.
Die
Diskussion um die Lohnschere ist ebenfalls stark zu relativieren. Die bei stark international engagierten
Banken festzustellende Berücksichtigung der im globalem Markt üblichen Saläre für Spitzenpositionen
kann nicht als repräsentativ für die gesamte Branche betrachtet werden. Für den AGV Banken ist
es wichtig festzustellen, dass die Banken gemäss Bundesamt für Statistik auf allen Stufen sehr hohe
resp. die höchsten Saläre bezahlen.
Die geforderten Lohnverhandlungen
auf Betriebsebene sind bereits heute im Gesamtarbeitsvertrag (Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen
der Bankangestellten, VAB) der Bankbranche verankert. Von dieser Möglichkeit wird aber nur vereinzelt
Gebrauch gemacht. Offenbar besteht bei einer breiten Mehrheit der Bankangestellten kein Bedürfnis,
solche Verhandlungen zu führen. Stattdessen werden individuelle Lohngespräche bevorzugt.
Die
Banken pflegen eine aktive Sozialpartnerschaft mit ihren Partnern (Bankpersonalverband und KV Schweiz). Rund
60% der Bankangestellten sind der VAB unterstellt.
Arbeitsmarkt: Bundesrat legt erneut zu tiefe Kontingente fest
Der Bundesrat belässt die Anzahl der Kontingente für die Aufenthaltsbewilligungen von Personen ausserhalb der EU und der EFTA per 2012 auf dem Stand von 2011. Es wurden also 3500 Aufenthaltsbewilligungen und 5000 Kurzaufenthaltsbewilligungen freigegeben.
Der
AGV Banken bedauert diesen Entscheid. Er hat sich zusammen mit IT-Branchenorganisationen
und weiteren Arbeitgeberverbänden aus der Dienstleistungsbranche für eine deutliche Erhöhung eingesetzt.
Die Kontingente reichen bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Spezialisten aus sog. Drittstaaten (z.B.
USA und Indien) zu decken. Dies betrifft vor allen den Bankenplatz Zürich und den Forschungsplatz Basel.
Aufgrund dieser restriktiven Praxis werden die Planbarkeit und damit auch die Durchführung von Grossprojekten
in der Schweiz erheblich erschwert. Der AGV Banken unterstützt seine Mitglieder bei Problemen mit dem
Erhalt von Aufenthaltsbewilligungen. Er steht in regelmässigem Kontakt zu den kantonalen Arbeitsämtern
und bittet um Meldung aus dem Kreis der Mitgliedbanken bei Schwierigkeiten mit den Drittstaatenkontingenten.
VAB-Verhandlungen vom 11.5.2011: Keine Einigung zwischen den Sozialpartnern der Bankbranche
Am 11.5.2011 verhandelten die Sozialpartner der Bankbranche (Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz, Schweizerischer Bankpersonalverband, KV Schweiz) über Änderungen in der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB). In verschiedenen Punkten (formelle Anpassungen im Text sowie kleinere inhaltliche Änderungen) konnte zunächst ein Konsens erzielt werden.
Bei der Forderung nach einer Erhöhung des Ferienanspruchs von fünf auf sechs Wochen kam es hingegen zu keiner Einigung, weshalb die Arbeitnehmerseite die Verhandlungen insgesamt als gescheitert erklärten.
Die Arbeitgebervertreter lehnen die Forderung nach mehr Ferien ab, weil die VAB mit fünf Wochen bereits einen im branchenvergleich guten und über den gesetzlichen Vorschriften liegenden Ferienanspruch vorsieht.
Zudem soll nach Auffassung des AGV Banken die VAB einen guten Standard setzen, der aber Raum für individuelle Regelungen der Banken lässt. Es ist bereits heute in vielen Banken möglich, durch Kompensation, Dienstaltersgeschenke oder Sabbaticals zusätzliche Ferien zu beziehen.
Der AGV bekennt sich ausdrücklich zur Sozialpartnerschaft und hat sich im Rahmen der Verhandlungen auch bereit erklärt, in den nächsten Jahren über die von der Arbeitnehmerseite vorgeschlagenen Schwerpunktthemen zu verhandeln.
Einigung in den UBS-Lohnverhandlungen
Der AGV Banken begrüsst die Einigung in den UBS Lohnverhandlungen und beurteilt das Verhandlungsergebnis als gut. Mit einer Lohnsummenerhöhung von 2% liegt die UBS an der oberen Grenze der in der Bankbranche für 2011 vorgesehenen Lohnerhöhungen. Der AGV Banken hat die letzte Verhandlungsrunde als von der Arbeitgeberseite beigezogener Sozialpartner begleitet.
Mehr dazu: Medienmitteilung (PDF)
Noch höhere Lohnabzüge stoppen:
Schweizer Wirtschaft setzt sich für ein JA zur ausgewogenen Revision der Arbeitslosenversicherung ein
5. Juli 2010
Die Arbeitgeberverbände setzen sich für ein JA zur ALV-Revision am 26. September ein. Mit ausgewogenen Beitrags- und Leistungsanpassungen kann das bestehende Defizit auf wirtschafts- und sozialverträgliche Art und Weise behoben werden. Die Grundleistungen der Arbeitslosenversicherung bleiben mit der ALV-Reform unangetastet. Die maximale Bezugsdauer bleibt genauso bestehen wie die Höhe der Taggelder. Die Arbeitslosenversicherung macht derzeit jährlich rund eine Milliarde Franken Defizit. Eine Sanierung nur über höhere Beiträge wäre eine Symptombekämpfung.
Noch höhere Lohnabzüge stoppen:
Schweizer Wirtschaft setzt sich für ein JA zur ausgewogenen Revision der Arbeitslosenversicherung ein
5. Juli 2010
Die Arbeitgeberverbände setzen sich für ein JA zur ALV-Revision am 26. September ein. Mit ausgewogenen Beitrags- und Leistungsanpassungen kann das bestehende Defizit auf wirtschafts- und sozialverträgliche Art und Weise behoben werden. Die Grundleistungen der Arbeitslosenversicherung bleiben mit der ALV-Reform unangetastet. Die maximale Bezugsdauer bleibt genauso bestehen wie die Höhe der Taggelder. Die Arbeitslosenversicherung macht derzeit jährlich rund eine Milliarde Franken Defizit. Eine Sanierung nur über höhere Beiträge wäre eine Symptombekämpfung.
Eine Ablehnung der Vorlage würde alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
sowie die Arbeitgeber treffen. Denn im Falle eines Neins steigen die Beiträge mehr als doppelt so stark
an.
